Den perfekten Job als Dienstleister finden – so

 

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Den perfekten Job als Dienstleister finden – so funktioniert es

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Die Arbeitssuche ist immer eine aufregende Zeit. Einerseits befürchtet man, nicht das Passende zu finden, andererseits will man seine eigenen Ansprüche nicht herunterschrauben. Immerhin sollen Job und Arbeitnehmer optimal zusammenpassen. Und dann ist da auch noch die Sache mit dem Arbeitgeber – wenn es mit dem nicht funktioniert, dann klappt auch der Rest nicht.

 

Warum es für einen Dienstleister besonders wichtig ist, dass es zwischenmenschlich harmoniert, was die Kollegen und den Chef betrifft? Die Emotionen von anderen und die Stimmung am Arbeitsplatz übertragen sich natürlich auf einen selbst. Wenn der Chef missmutig ist, dann fällt es dem Arbeitnehmer umso schwerer, entspannt für die Kunden da zu sein.

 

 

Wie findet man den passenden Arbeitgeber?

 

 

Ob man einen Job im Hotel, in der Gastronomie, im telefonischen Kundenservice, im Wellnessbereich oder in der Beratung sucht, das Vorgehen ist immer das Gleiche. Zunächst einmal fragt man bei Freunden, Bekannten und der Familie, ob sie von einer offenen Stelle wissen. Hier wird man bereits die ersten Tipps bekommen, mit welchem Arbeitgeber manche Kollegen total unzufrieden waren.

 

Dann beginnt die übliche Recherche. Auf den Seiten vom Arbeitsamt, hier auf unseren Seiten, in den Kleinanzeigen der regionalen Zeitung – offene Stellen kann man auf vielen Wegen finden. Nun geht es darum, zu bewerten, ob man den Betrieb mag und ob die Stelle und das eigene Profil zusammenpassen.

 

Ist das ein guter Betrieb?

 

Am einfachsten und schnellsten kann man sich online über bestimmte Unternehmen informieren. Dafür eignen sich Portale wie kununu, wo Arbeitnehmer ihre Chefs und Betriebe knallhart bewerten können. Hier ist ein kununu Beispielprofil zu sehen. Es handelt sich um Pfando, einen Dienstleister, der sich auf „sale-and-rent-back“-Geschäfte spezialisiert hat. Es gibt immer auch ein paar kritische Stimmen. Das weist darauf hin, dass das Profil authentisch ist. Hier sollte man besonders aufmerksam lesen und herausfinden, ob die angesprochenen Kritikpunkte auch für einen selbst ein großes Problem sein können, denn die Betriebe werden in verschiedenen Kategorien bewertet. Lohnt es sich, eine Initiativbewerbung zu schicken? Manche Arbeitgeber bieten diese Möglichkeit konkret auf ihren Seiten an.

 

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Ist das die passende Stelle für mich?

 

Gerade dann, wenn man noch nicht viel Berufserfahrung hat, ist es nicht leicht, die Inhalte einer Stellenanzeige richtig zu interpretieren. Auf eine gewisse Weise ist es wie bei einem Arbeitszeugnis, dessen Formulierungen ebenfalls nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen. Auch dann, wenn man sich selbstständig macht und nach Arbeitnehmern sucht, sollte man wissen, wie man die Anzeigen am besten formuliert. Manches ist jedoch ganz eindeutig:

 

Die wichtigsten Angaben in einer Stellenanzeige:

 

  1. Der erforderliche Abschluss: Schulabschluss (in der Regel bei angebotenen Lehrstellen), eine bestimmte Berufsausbildung oder abgeschlossenes Studium. Manche Bewerber fühlen sich hier schon abgeschreckt, denn ihnen fehlt eventuell der passende Abschluss. Wenn man jedoch ausreichend andere Skills und/oder Berufserfahrung mitbringt, sollte das in der Regel kein Problem sein! Einen Bewerbungsversuch ist es wert.
  2. Auch Berufserfahrung kann gefordert werden. Manche Stellen sind ausdrücklich für Junioren, andere erfordern mehr Erfahrung.
  3. Zudem werden die erforderlichen IT Kenntnisse, Sachkenntnisse und Sprachkenntnisse in der Stellenanzeige beschrieben. Gerade im Dienstleistungsbereich, wo man mit verschiedenen Kunden arbeitet und auf deren Bedürfnisse eingehen muss, sind solche Kenntnisse unerlässlich. Wer die eine oder andere Sprache mehr kann, der wird hier einen Vorteil haben, zum Beispiel, wenn es um einen Job am Empfang oder in der persönlichen Kundenbetreuung geht.

 

Auch dann bewerben, wenn es nicht zu 100 % passt

 

Diese Anforderungen gelten in der Regel gegeben, manchmal werden jedoch Ausnahmen gemacht. Noch lockerer geht es bei den Qualifikationen zu, der der Arbeitgeber sich wünscht, die aber nicht zwingend vorausgesetzt werden. Diese Liste kann sich in die Länge ziehen, denn viele Arbeitgeber haben sehr genaue Vorstellungen davon, wie ihr idealer Bewerber aussehen soll.

 

Das ist jedoch kein Grund, sich nicht zu bewerben, denn Ideale sind grundsätzlich nur zur Orientierung geeignet. Sobald einige Punkte zutreffen oder man eine starke Motivation für den Job hat, sollte man ruhig eine Bewerbung abgeben.

 

Eine starke Motivation bedeutet, dass es genau der Job ist, den man sich vorgestellt hat, oder dass man schon lange davon geträumt hat, bei dem entsprechenden Unternehmen zu arbeiten. Wenn man das überzeugend darstellen kann, verbessern sich in vielen Fällen die Chancen auf den Job.

 

 

Das sind die geheimen Codes in Stellenanzeigen

 

 

Wer auf die folgenden Formulierungen achtet, der kann sich die eine oder andere böse Überraschung ersparen.

 

  • Keine Vorkenntnisse nötig: Im Ernst, was soll das für ein Job sein? Es klingt zu schön, um wahr zu sein, und das ist es auch.
  • Höchstverdienst für Berufseinsteiger: Im normalen Leben muss man sich nun einmal hocharbeiten. Wer etwas Anderes verspricht, ist in der Regel nicht seriös.
  • Firmenwagen vom 1. Tag an oder: 1000 Euro am Tag möglich! Siehe zuvor.
  • Es wird eine leistungsgerechte Vergütung versprochen: Besser ist eine Bezahlung nach dem Tarifvertrag, denn leistungsgerecht ist ein sehr schwammiger Begriff. Im schlimmsten Fall droht die Zahlung auf reiner Provisionsbasis.
  • Bewerber sollen eine sehr hohe Einsatzbereitschaft mitbringen: Das mit dem Feierabend kann man also vergessen?
  • Es wird ein junges Team angekündigt: Wer übernimmt hier die Verantwortung?
  • Man soll selbstständig arbeiten: Das kann heißen, dass man die Verantwortung für alle Entscheidungen selbst übernimmt. Aber wehe, sie sind falsch…

 

 

Last, aber sicher nicht least: die Bezahlung

 

 

Ob ein Job der richtige ist, hängt ganz wesentlich auch mit der Bezahlung zusammen. Wer möchte sich schon ins Zeug legen, ohne ausreichend vergütet zu werden? Wie viel ein Arbeitgeber seinen Angestellten zahlt, kann er nicht beliebig entscheiden, sondern ist an den gesetzlichen Mindestlohn und die geltenden Tarifverträge gebunden.

 

Tarifverträge regeln die Bedingungen, zu denen Arbeitnehmer tätig sind. Im Gastgewerbe ist es so, dass es ein flächendeckendes Netz von Tarifverträgen gibt. Diese werden regional vereinbart, gelten jedoch nur dann, wenn der Arbeitgeber sich dem entsprechenden Verband angeschlossen hat. In der Systemgastronomie gilt ein eigener Spezialtarifvertrag.

 

Die Vergütungen zwischen Ost und West bei Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung haben sich immer mehr angeglichen, es gibt jedoch noch beträchtliche Unterschiede. Wer sich für eine leitende Stellung bewirbt, sollte das übliche Gehalt in seiner Region recherchieren. In das Vorstellungsgespräch kann man dann mit einem Gehaltswunsch gehen, der über dem liegt, was man unbedingt verdienen möchte. So gibt es noch Spielraum für Verhandlungen und im besten Fall verdient man besser als geplant.